Vereint in der Liebe zur Macht

Baden-Württemberg

Die Regierung Özdemir wird sich von der Regierung Kretschmann wenig unterscheiden. Und die CDU hat bei den Posten das Maximale herausgeholt. Reiner Ruf kommentiert.

Cem Özdemir weiß, wo es hingeht im dunklen Tann. Manuel Hagel vertraut sich dem künftigen Ministerpräsidenten an.

Cem Özdemir weiß, wo es hingeht im dunklen Tann. Manuel Hagel vertraut sich dem künftigen Ministerpräsidenten an.

(Foto: Bernd Weißbrod/dpa)

Eigentlich kann nichts mehr schiefgehen bei der Ministerpräsidentenwahl, jetzt, da ein zartes „Du“ den „Cem“ mit dem „Manuel“ verbindet – ein inniges Vertrauen, das sich nach Auskunft der beiden während ausgedehnter Waldspaziergänge einstellte. Wir dürfen uns den ersten Wahlsieger Özdemir als beharrlichen Werber denken, der säuselt und flötet wie in seinem ganzen Leben nicht, um den spröden, um seine Keuschheit besorgten zweiten Wahlsieger Hagel zu einer politischen Ehe zu bewegen. Im Wald, mal am Stuttgarter Fernsehturm, mal am Albrand nahe Ehingen, seien sie sich tatsächlich nahegekommen, sagen die beiden Siegernaturen. Der Wald ist in der deutschen Gefühlswelt seit jeher jene Gegend, die starke Bilder hervorzaubert: ein romantisches Reich der Feen und dienstbaren Geister, aber auch der Dämonen und allerlei Kobolde.

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