Russische Wegwerfagenten vor Gericht

Baden-Württemberg

Drei junge Männer aus der Schweiz, Konstanz und Köln sollen Postrouten ausspioniert haben, um diese später mit Brandbomben zu sabotieren.

Yevhen B. hält sich beim Prozessauftakt vor dem Stuttgarter Oberlandesgericht eine Akten vor sein Gesicht: leicht und billig zu ersetzen.

Yevhen B. hält sich beim Prozessauftakt vor dem Stuttgarter Oberlandesgericht eine Akten vor sein Gesicht: leicht und billig zu ersetzen.

(Foto: dpa)

Nein, an James Bond erinnert gar nichts bei den drei jungen Männern auf der Anklagebank. Eher Jungs, wie sie nun mal sind, wenn man 22, 25 und 30 alt ist: adrett kurzer Haarschnitt, Jeans, Hemd und T-Shirt, eher Party als Spion. Unauffällige Kerle. Trotzdem: Das aus dem ukrainischen Mariupol stammende Trio soll im März 2025 im Auftrag eines russischen Geheimdienstes Routen des ukrainischen Paketdienstes Nova Poshta von Deutschland in die Ukraine ausgekundschaftet haben, um später auf diesen Wegen Brandbomben zu verschicken. Das zumindest wirft Generalbundesanwalt Jens Rommel ihnen in dem Verfahren vor, das jetzt vor dem Stuttgarter Oberlandesgericht begann. „So wollten sie die Bevölkerung beunruhigen“, ist Bundesanwalt Gerd Kaiser überzeugt.

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