CDU handelt in einer toxischen Mischung aus Kränkung und Kalkül

Baden-Württemberg

Die CDU belastet mit dem Märchen von einer „Schmutzkampagne“ in einer toxischen Mischung aus Kränkung und Kalkül die Regierungsbildung, kommentiert Reiner Ruf.

CDU-Landeschef Manuel Hagel steht in diesen Tagen im Fokus der Fotografen. Er muss das Beste aus der hauchdünnen Niederlage der CDU bei der Landtagswahl machen.

CDU-Landeschef Manuel Hagel steht in diesen Tagen im Fokus der Fotografen. Er muss das Beste aus der hauchdünnen Niederlage der CDU bei der Landtagswahl machen.

(Foto: Michael Kappeler/dpa)

Die CDU straft ihren eigenen Wahlkampf Lügen, hatte sie doch allerorten verkündet, ihr ganzes Trachten gelte dem Wohl des Landes. Nach der knappen Niederlage – bei der Zahl der Mandate zogen die Christdemokraten im Zieleinlauf mit den Grünen sogar noch gleich – gilt das nicht mehr. Die Partei suhlt sich in der Enttäuschung über das verpasste Ministerpräsidentenamt und teilt gegen den Wahlsieger Cem Özdemir aus. Die Verhaltensforschung spricht von Aggression als Reaktion auf Frustration. Psychologisch gewendet liegt der Eindruck nahe, dass das in der Gesellschaft weit verbreitete Gefühl der narzisstischen Kränkung die Landespolitik erreicht hat. Zugleich benutzt die CDU die imaginierte Kränkung als Instrument, um Druck aufzubauen für Koalitionsverhandlungen. Diese Mischung ist toxisch.

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