Martin Heideggers Bruder – Mit Spott prangerte er die Nazi-Elite an

Baden-Württemberg

Während der berühmte Philosoph dem NS-Regime nahestand, wagte sein jüngerer Bruder Fritz öffentlichen Widerstand. Er gilt als einziger mutiger Fasnetsredner im Südwesten.

Während Martin Heidegger über das Seyende nachdenkt, macht sein Bruder Fritz seine Späße – und spottet auch über Nazi-Bonzen.

Während Martin Heidegger über das Seyende nachdenkt, macht sein Bruder Fritz seine Späße – und spottet auch über Nazi-Bonzen.

(Foto: Heidegger-Archiv Meßkirch)

Es ist die letzte Pointe, und man muss vermuten, dass manchem das Lachen im Hals stecken bleibt. Gerade ein Jahr liegt Adolf Hitlers Machtergreifung zurück, aber der Redner wagt schon eine Prognose: „Wenn in wenigen Jahren der zweite Weltkrieg ausbricht, schlimmer als der erste, wenn asiatische, japanische Flugzeuge über Meßkirch kreisen und einige hundert Giftgranaten abwerfen, dann seid ohne Furcht.“ Doch er verspricht keinen Heldentod. Nur eines sei bis dahin „stündlich zu üben und zu trainieren“, nämlich zu werden, was „ihr schon immer gewesen seid: von A bis Z ein Häuflein Dreck!“

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