Irrlichternde Automanager und ihre Nachäffer in der Politik

Baden-Württemberg

Ex-Verkehrsminister Winfried Hermann kritisiert die Autoindustrie. Man schiebt allzu gerne der Politik die Schuld zu für die eigenen Versäumnisse. Erneut verschlafe eine wichtige Industrie Deutschlands die Zukunft.

Der frühere Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) hält der Autoindustrie, aber auch der Politik vor, reichlich planlos zu handeln.

Der frühere Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) hält der Autoindustrie, aber auch der Politik vor, reichlich planlos zu handeln.

(Foto: dpa)

Kaum ist Ex-Landesverkehrsminister Winfried Hermann weg, kehrt er schon wieder zurück – nicht in einem neuen Amt, aber mit neuen Thesen. Den Anlass gibt das jüngste, im November erscheinende Buch des Stuttgarter Krimi-Autors Wolfgang Schorlau. Dieser ist ein Schriftsteller, der die Wirklichkeit mit ihren Schattenwelten in fiktiver Form aufarbeitet. Schorlau rührt in seiner Schreibwerkstatt Erdichtetes mit Wirklichem zusammen und backt daraus im Sinterofen ein Stück Zeitgeschichte mit dem Privatdetektiv Dengler als Markenkern. Diesmal geht es um die Autowelt. Eine kalte Welt. Deshalb trägt das Buch über das Innenleben einer Autofabrik den Titel: „Das kalte Werk“. Ex-Verkehrsminister Hermann hat das Nachwort dazu geschrieben – einen nicht-fiktionalen Text, der einige bittere Wahrheiten benennt, die in der aktuellen Debatte um die prekäre Zukunft der deutschen Autoindustrie selten beleuchtet werden.

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