Enttäuschender Start für Özdemir und Hagel

Baden-Württemberg

Bei der Wahl des Ministerpräsidenten bestätigt sich eine alte Regel: Große Mehrheiten verführen zur Liederlichkeit, kommentiert Reiner Ruf.

Manuel Hagel (CDU, Mitte) gratuliert Cem Özdemir (links) zur Wahl zum Ministerpräsidenten. Rechts ist die neue Verkehrsministerin Nicole Razavi (CDU) zu sehen.

Manuel Hagel (CDU, Mitte) gratuliert Cem Özdemir (links) zur Wahl zum Ministerpräsidenten. Rechts ist die neue Verkehrsministerin Nicole Razavi (CDU) zu sehen.

(Foto: Bernd Weißbrod/dpa)

Das kann noch besser werden: 19 Abgeordnete des grün-schwarzen Bündnisses verweigerten Cem Özdemir bei der Wahl zum Ministerpräsidenten die Zustimmung. Die Zweidrittelmehrheit von Grünen und Christdemokraten im baden-württembergischen Landtag verführte offenkundig zahlreiche Abgeordnete zur Liederlichkeit. Anders ist diese Form der Fahnenflucht nicht zu charakterisieren. In der Wahlkabine bei geheimer Wahl Widerspruch zu inszenieren, anschließend aber dem dennoch gewählten Ministerpräsidenten zu applaudieren, ist keine Heldentat, sondern Ausdruck von Charakterschwäche.

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