Eine Geschichte von Verlockung und Widerwillen

Baden-Württemberg

Nach der Landtagswahl tun sich Grüne und CDU schwer mit einer Annäherung. Beziehungsknatsch gab es aber auch schon früher.

Ministerpräsident Erwin Teufel spricht 1997 beim Grünen-Landesparteitag in Bruchsal.

Ministerpräsident Erwin Teufel spricht 1997 beim Grünen-Landesparteitag in Bruchsal.

(Foto: dpa)

Grüne und Christdemokraten verbindet im Südwesten eine wechselvolle Geschichte von Anziehung und Abstoßung. Der aktuelle Beziehungsstatus weist eine Zerrüttung auf, wie sie zuletzt auf dem Höhepunkt des Streits um Stuttgart 21 zu beobachten war. Cem Özdemir, damals Grünen-Bundesvorsitzender, sagte nach dem „Schwarzen Donnerstag“ 2010 im Stuttgarter Schlossgarten: „Mappus wollte Blut sehen.“ Ministerpräsident Stefan Mappus hatte 2006 als CDU-Fraktionschef eine schwarz-grüne Koalition verhindert, auf die sich Regierungschef Günther Oettinger hinbewegt hatte. Mappus legte damit den Grundstein für den Verlust der Regierungsmacht für die CDU im Jahr 2011. Denn ein schwarz-grünes Bündnis unter Oettinger hätte die Grünen eingehegt. Auch wäre der Konflikt um den Tiefbahnhof niemals in der Weise eskaliert, wie dies dann geschah.

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