Die Revolver des Revolutionärs
Baden-Württemberg
Wie die Reliquien der gescheiterten Revolution von 1848 wieder aus den USA nach Deutschland gekommen sind.
Heckers Duellierpistolen sind als Leihgabe seiner Familie jetzt in Konstanz zu sehen.
(Foto: Rosgarten-Museum/Alexander Stertzik)
Das Kästchen ist kleiner als ein Klarinettenkoffer und in Leder eingeschlagen. Darin liegen Reliquien der badischen Revolution von 1848. Es sind die Taschenpistolen von Friedrich Hecker. Ein Schuss aus jeder Hand, der Griff ist aus Elfenbein. Vermutlich waren die zierlichen Handwaffen aus französischer Fabrikation dabei, als der Paulskirchen-Abgeordnete am Morgen des 13. April 1848 auszog, um von Konstanz aus die Revolution in Baden und dann in ganz Deutschland durchzusetzen. „Sieg oder Tod für die deutsche Republik!“, so lautete sein Aufruf an das revolutionäre Volk. Etliche folgten. Andere wurden von ihren Frauen wieder nach Hause gerufen: Die Kuh kalbte.
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