Die Grünen dezimieren die SPD

Baden-Württemberg

Die SPD hatte im Wahlkampf auf ein Bündnis mit CDU und FDP gesetzt. Es war die einzige Machtperspektive. Die Wählerschaft lehnte das ab.

Der SPD-Spitzenkandidat Andreas Stoch zählt zu den Verlierern der Landtagswahl 2026.

Der SPD-Spitzenkandidat Andreas Stoch zählt zu den Verlierern der Landtagswahl 2026.

(Foto: Stefan Puchner/dpa)

Zum Ende des Wahlkampfs hatten die Sozialdemokraten Papiertaschentücher mit der Aufschrift „Wählen, nicht weinen“ verteilt. Allein, es half nichts. Kaum hatten die Wahllokale geschlossen – über die TV-Bildschirme flimmerten erste Zahlen – feuchteten sich die Augen. Spitzenkandidat Andreas Stoch (56) berichtete: „Seit vier Wochen schlafe ich schlecht.“ Er kämpfte um Fassung, aber er bewahrte Haltung. Es sei schwer, „in Worte zu fassen“, was an diesem Wahltag geschehen sei, sagte er in seiner Rede im Fraktionshauptquartier am Stuttgarter Schlossplatz. Die SPD verfehlte nicht nur das Ziel, ein zweistelliges Prozentergebnis zu erzielen; sie sah sich sogar in die Todeszone gezogen, in der der Verbleib im Landtag unsicher wird – die SPD, die älteste demokratische Partei Deutschlands, die sich so sehr um dieses Land verdient gemacht hat. Nur fünf Prozent der Arbeiter wählen in Baden-Württemberg noch die Arbeiterpartei SPD.

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