DNA vom Dachboden – so kamen die Ermittler auf die Spur des Angeklagten

Baden-Württemberg

41 Jahre nach dem Mord an Renate Borst in Deggingen steht ein 70-Jähriger in Ulm vor Gericht. Die Ermittler berichten von einer entscheidenden DNA-Spur, einer Razzia – und einer abgehörten Beichte.

Der Angeklagte wird von einem Justizmitarbeiter in den Verhandlungssaal gefahren, er sitzt im Rollstuhl.

Der Angeklagte wird von einem Justizmitarbeiter in den Verhandlungssaal gefahren, er sitzt im Rollstuhl.

(Foto: Armin Buhl)

Der heutige Hauptermittler war zur Tatzeit selbst erst vier Jahre alt, viele der damals beteiligten Beamten sind inzwischen verstorben, andere Prozessbeteiligte waren noch nicht geboren – es ist wohl auch für langjährige Justizbeamte ein ungewöhnlicher und herausfordernder Fall, der derzeit am Landgericht Ulm verhandelt wird. Es geht um den Mord an Renate Borst, die im Frühjahr 1985 in einem Waldstück bei Deggingen (Kreis Göppingen) tot aufgefunden wurde. Wie berichtet, wird einem Mann aus Schwendi vorgeworfen, die damals 31-Jährige vergewaltigt, schwer verletzt und getötet zu haben. Der 70-Jährige, der damals in zwei Landkreisen – Göppingen und Neu-Ulm – gewohnt haben soll, bestreitet die Vorwürfe.

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