Nach drei vergebenen Matchbällen – Allianz MTV Stuttgart droht das Aus

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Die Stuttgarter Volleyballerinnen verlieren das erste Duell in der Play-off-Halbfinalserie gegen den Dresdner SC mit 2:3 – gelingt im zweiten Spiel die Wende?

Am Boden: Libera Yurika Bamba und die Stuttgarter Volleyballerinnen.

Am Boden: Libera Yurika Bamba und die Stuttgarter Volleyballerinnen.

(Foto: Baumann)

Von Jochen Klingovsky

Was für ein bitteres Ende! Die Volleyballerinnen von Allianz MTV Stuttgart haben das erste Spiel der Play-off-Halbfinalserie in der Scharrena gegen den Dresdner SC nach einer 14:11-Führung im Tie-Break und drei Matchbällen noch verloren. „Die Enttäuschung ist riesengroß“, sagte Konstantin Bitter, der Trainer des Teams, das in der Bundesliga-Hauptrunde mit 19 Siegen in 20 Spielen souverän Rang eins belegt hatte, nach der 2:3-Heimpleite (25:20, 18:25, 25:15, 22:25, 14:16). „Wir haben in der Schlussphase zu viele Fehler gemacht und schlechte Entscheidungen getroffen. Es ist uns nicht gelungen, das Spiel zu Ende zu bringen.“

Nun muss im zweiten Duell an diesem Mittwoch (19 Uhr) in Dresden ein Sieg her – sonst ist die Saison für Allianz MTV Stuttgart vorbei. „Die Mannschaft ist am Boden“, sagte Geschäftsführer Aurel Irion, „es wird sehr, sehr schwierig, jetzt noch einmal aufzustehen.“ Dabei hätte alles auch ganz anders kommen können.

Beide Teams erleben ein stetes Auf und Ab

Die Stuttgarterinnen starteten schlecht, lagen 4:6 hinten, setzten sich dann aber auf 16:9 ab und gewannen den ersten Satz klar. Doch das Auf und Ab hielt an. Der zweite Durchgang ging deutlich an Dresden, der dritte mit einer noch größeren Differenz wieder an die Gastgeberinnen, die auch im vierten Satz 17:15 führten, diesen aber trotzdem mit 22:25 abgaben.

Die fehlende Konstanz beider Teams zeigte sich auch im Tie-Break. Nach einer 4:1-Führung gerieten die Stuttgarterinnen in Rückstand (6:8), machten dann aber fünf Punkte in Folge und sahen beim Stand von 14:11 schon wie die sicheren Siegerinnen aus. Anschließend gaben sie das Spiel aber aufgrund eigener Unzulänglichkeiten trotzdem noch aus der Hand. „Noch bitterer“, meinte Aurel Irion, „kann eine Niederlage kaum sein.“