Diagnose bekannt: Vonn erleidet Beinbruch bei Abfahrt und ist bereits operiert

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Alpin-Superstar Lindsey Vonn hat bei ihrem schweren Sturz in der Olympia-Abfahrt einen Bruch des linken Beins erlitten. Sie ist bereits operiert worden.

Bei ihrem Sturz bei den Winterspielen verletzte sich Lindsey Vonn schwer.

Bei ihrem Sturz bei den Winterspielen verletzte sich Lindsey Vonn schwer.

(Foto: Jacquelyn Martin/AP/dpa/Jacquelyn Martin)

Von Marco HEIBEL und Cai-Simon PREUTEN

Den Fans stockte der Atem, dem Vater brach es das Herz: Nachdem der Goldtraum von Ski-Superstar Lindsey Vonn dramatisch und schmerzhaft geplatzt war, bangte die Wintersportwelt mit der Speed Queen aus den USA. Am Abend die Gewissheit: Die 41-Jährige zog sich bei der Olympia-Abfahrt von Cortina einen Bruch des ohnehin lädierten linken Beins zu. Vonn sei bereits operiert worden, teilte das Krankenhaus Ca' Foncello in Treviso am Sonntagabend mit.

Zuvor hatte US-Speed-Trainer Alex Hödlmoser im Schweizer Fernsehen die Befürchtung geäußert, Vonn könne sich bei dem schweren Sturz nach nur 13 Rennsekunden auf ihrer Lieblingsstrecke einen "Bruch im Unterschenkel" zugezogen haben. Vonn wurde im Krankenhaus von Cortina erstversorgt, dann ins rund 100 km entfernte Treviso transferiert.

Vater: „Es hat mir das Herz gebrochen“

IOC-Präsidentin Kirsty Coventry schickte Vonn eine Nachricht: "Liebe Lindsey, wir denken alle an Dich. Du bist eine unglaubliche Inspiration und wirst immer ein olympischer Champion sein." Vonns Vater Alan Kildow sagte bei sportschau.de: "Es hat mir das Herz gebrochen. Sie ist so eine Kriegerin, so eine fantastische Wettkämpferin. Sie hat alles gegeben, was sie hat. Leider war es nicht ihr Tag. Das ist wirklich herzzerreißend."

Die neue Olympiasiegerin Breezy Johnson war nach ihrem Triumph in Gedanken bei ihrer Teamkollegin: "Ich fühle mit ihr. Ich hoffe, es ist nicht so schlimm, wie es aussah."

Vonn war vom Start weg Risiko gegangen und wählte früh eine enge Linie. Mit dem rechten Arm blieb sie an einem Richtungstor hängen, kam so aus der Balance und krachte in Seitenlage aus der Luft auf die Piste. Vonn, die auf der Olimpia delle Tofane mit einem Kreuzbandriss im linken Knie an den Start gegangen war, schrie vor Schmerz. Helfer eilten herbei, das Rennen war 15 Minuten lang unterbrochen. Per Hubschrauber wurde sie abtransportiert.

„Es ist ein sehr gefährlicher Sport“

"Sie gibt immer 110 Prozent, niemals weniger", sagte Vonns Schwester Karin Kildow bei Peacock: "Ich weiß, dass sie ihr ganzes Herzblut hineingesteckt hat, und manchmal passieren eben solche Dinge. Es ist ein sehr gefährlicher Sport."

Vonn hatte bei einem Sturz bei der Weltcup-Abfahrt am 30. Januar in Crans-Montana einen Kreuzbandriss im linken Knie und Knochenprellungen erlitten. Auch ihr Meniskus war lädiert. Vonn wollte ihren Olympia-Traum aber nicht aufgeben und in Cortina, wo sie im Weltcup mit zwölf Erfolgen Rekordsiegerin ist, ihr famoses Comeback mit ihrer zweiten Goldmedaille bei einer Olympia-Abfahrt nach 2010 krönen.