Aus dem Armenhaus ins Paradies

Sport

Im Millionenspiel der Champions League kickt jetzt erstmals ein Verein aus Moldawien mit: Sheriff Tiraspol tritt zum Auftakt an diesem Mittwoch gegen Schachtjor Donezk an.

Ob die Sheriffs auch in der Champions League zielsicher sein werden?

Ob die Sheriffs auch in der Champions League zielsicher sein werden?

(Foto: Foto: imago// Stanzl)

Tiraspol - Exakt 437 Euro beträgt laut der letzten Erhebung vom Dezember 2020 das monatliche Durchschnittseinkommen in Moldawien, dem mit Abstand ärmsten Land Europas. Vor dem Hintergrund mag erstaunen, dass Sheriff Tiraspol in einem 200 Millionen Dollar teuren Stadionneubau nebst angeschlossenem Luxushotel sein allererstes Heimspiel in der Champions League an diesem Mittwoch austrägt. Betrachtet man sich jedoch die Besitzerstrukturen, überrascht dies nicht. Gegründet wurde der Club 1996 vom früheren Polizisten Wiktor Gusan (daher der Vereinsname), dessen Einkünfte heutzutage allerdings deutlich über dem durchschnittlichen moldawischen Beamtensalär liegen dürften. Dem von ihm geführten Unternehmen Sheriff, das den Oligarchen Gusan zu einem der reichsten Männer des korruptionsverseuchten Landes gemacht hat, gehören neben Zementwerken und Metallurgiefabriken unter anderem ein Supermarktimperium, eine Tankstellenkette, eine Wohnungsbaugesellschaft, Großbäckereien und eine Schnapsfabrik. Sowie, um auch den medialen und politischen Einfluss des Unternehmens zu sichern, ein Verlagshaus, ein Fernsehsender sowie der einzige Mobilfunkbetreiber Transnistriens.

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