„Wir sind der Deich“: Warum die SPD mit einer Zeile aus einem NS-Lied wirbt
Politik
Unwissenheit, politische Instinktlosigkeit oder schlauer Schachzug? Viele politische Beobachter sind irritiert über den aktuellen Wahlkampfslogan „Wir sind der Deich“ der SPD in Sachsen-Anhalt. Ausgerechnet mit einem Zitat aus einem Lied des NS-Reichsarbeitsdienstes von 1936 werben die Sozialdemokraten für den Kampf gegen die AfD. Im Ernst jetzt?
Unwissenheit, politische Instinktlosigkeit oder schlauer Schachzug? Viele politische Beobachter sind irritiert über den aktuellen Wahlkampfslogan „Wir sind der Deich“ der SPD in Sachsen-Anhalt. Ausgerechnet mit einem Zitat aus einem Lied des NS-Reichsarbeitsdienstes von 1936 werben die Sozialdemokraten für den Kampf gegen die AfD. Im Ernst jetzt?
Keine politische Metapher von der „blauen Welle", sondern eine echte Katastrophe: So sieht es in natura aus, wenn eine verheerende Sturmflut die Deiche wegspült und eine Stadt überschwemmt: Die Sturmflut vom 16. auf den 17. Februar 1962 war eine größten bekannten Flutkatastrophen an der deutschen Nordseeküste (hier ein historisches Bild aus Hamburg vom 18. Februar 1962).
(Foto: Imago/ZUMA/Keystone)
Magdeburg, 13. August 2026: Hochrangige Vertreter der SPD in Sachsen-Anhalt treten vor die Presse und verkünden Berührendes, das zu Herzen gehen soll. Mit einer „emotionalen Wahlkampagne“ werben die in Wahlumfragen dahindümpelnden Sozialdemokraten für eine stabile Regierung der „Demokratischen Mitte“ in der Landeshauptstadt.
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