Renten steigen wohl um mehr als vier Prozent
Politik
Erneut soll die Rente um mehr als vier Prozent steigen. Maßgeblich für die Berechnung sind die jüngsten Annahmen zur Lohnentwicklung.
Von Juli kommenden Jahres an gibt es rund vier Prozent mehr Geld für Rentnerinnen und Rentner.
(Foto: Patrick Pleul/dpa)
Mehr als 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner dürfen sich von Juli an über mehr Geld freuen. Voraussichtlich steigen die Renten um mehr als vier Prozent. Nach einem der dpa vorliegenden Bericht geht die Regierung von einer Anhebung um 4,1 Prozent aus. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ hatte zuerst darüber berichtet.
Bereits im vergangenen Juli waren die Renten um 4,24 Prozent gestiegen. Die erste Schätzung vom vergangenen Herbst für diesen Anstieg hatte noch einen Wert von 3,7 Prozent ergeben. Auch bei der nun anstehenden Rentenanpassung wird die genaue Zahl erst noch ermittelt. Genaue Daten sollen im März vorliegen. Bei einem Anstieg um 4,1 Prozent würde eine monatliche Rente von 1000 Euro zum Beispiel um 41 Euro steigen.
Entwicklung des Lohns entscheidet über Rentenhöhe
Maßgeblich für die Berechnung sind die jüngsten Annahmen zur Lohnentwicklung. So dürfte die geschätzte Rentenanpassung laut dem Bericht im kommenden Jahr niedriger ausfallen als noch im Sommer mit 4,4 Prozent angenommen.
Steigernd wirkt sich eine Fixierung der sogenannten Haltelinie beim Rentenniveau aus, die die Koalition Ende vergangenen Jahres mit ihrer ersten Rentenreform beschlossen hat. Bis 2031 gilt, dass das Rentenniveau nicht unter 48 Prozent fallen darf. Dieser Wert beschreibt das Sicherungsniveau der Rente im Verhältnis zu den Einkommen.
Der Beitragssatz bleibt laut dem Bericht 2027 stabil bei 18,6 Prozent vom Bruttoeinkommen. 2028 soll der Beitragssatz auf 19,7 Prozent steigen. Der Anstieg soll sich 2040 auf 21,0 Prozent fortsetzen.