Trump "nicht glücklich" über Iran

Politik

Seit Wochen treffen sich Vertreter der Vereinigten Staaten und des Irans zu Verhandlungen - bislang ohne Durchbruch. Was hält US-Präsident Trump davon?

Trump beharrt darauf, dass der Iran keine Atomwaffen haben darf.

Trump beharrt darauf, dass der Iran keine Atomwaffen haben darf.

(Foto: Alex Brandon/AP/dpa)

Von dpa

Washington - US-Präsident Donald Trump hat sich unzufrieden über die bisherigen Gespräche mit dem Iran über dessen Atomprogramm geäußert. "Ich bin nicht glücklich darüber, wie sie sich verhalten", sagte Trump in Washington über die Iraner. "Sie sollten ein Abkommen abschließen, das wäre klug von ihnen." Der Iran habe bislang nicht eingewilligt, auf den Besitz und den Erwerb von Atomwaffen zu verzichten. "Wir wollen, dass der Iran keine nuklearen Waffen besitzt, und genau diese wichtigen Worte sagen sie nicht".

Stunden später kritisierte er bei einem Besuch im US-Bundesstaat Texas zudem, dass der Iran nicht auf die Anreicherung von Uran verzichten wolle. Das Land wolle "ein bisschen anreichern", auch wenn es dafür keine Notwendigkeit gebe. "Ich sage: keine Anreicherung, nicht 20 Prozent, 30 Prozent", was der Iran für zivile Zwecke wolle. Er sei damit nicht zufrieden. 

Vor seinem Abflug nach Texas hatte Trump sich in Washington zudem mit Blick auf ein mögliches militärisches Vorgehen geäußert: Es wäre netter, wenn ein Militäreinsatz nicht nötig sei – "aber manchmal muss man es auf diesem Weg machen", sagte er. Trump betonte, dass er das "stärkste Militär der Welt" gerne nicht einsetzen wolle. Er verwies zudem darauf, dass er durchaus ein Risiko für einen länger währenden Konflikt im Nahen Osten infolge eines US-Angriffs sehe. "Krieg birgt immer Risiken, sowohl positive als auch negative." Eine abschließende Entscheidung über den weiteren Kurs habe er bislang nicht gefällt. 

Mitte des Monats hatte Trump noch eine Frist für einen Deal genannt. Vor Journalisten sagte er auf einem Flug mit der Air Force One, dass 10 bis 15 Tage ausreichend seien. Das sei "so ziemlich das Maximum". 

Am Montag Gespräche in Wien

Zuletzt hatten die USA und der Iran am Donnerstag miteinander verhandelt. Am Montag wollen sie erneut zusammenkommen. Nach Angaben des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi sind "technische Gespräche" in Wien geplant. In der österreichischen Hauptstadt ist die Zentrale der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA). 

Bei den Verhandlungen geht es unter anderem um das umstrittene iranische Atomprogramm. Die USA wollen verhindern, dass die Führung in Teheran Atomwaffen entwickelt. Irans Regierung bestreitet entsprechende Absichten, zeigt sich jedoch bereit, ihr Nuklearprogramm zu begrenzen. Im Gegenzug fordert Teheran die Aufhebung harter Wirtschaftssanktionen.

Die USA haben ihre Militärpräsenz massiv verstärkt.

Die USA haben ihre Militärpräsenz massiv verstärkt.

(Foto: Giannis Angelakis/AP/dpa)

US-Vizepräsident Vance befürchtet keine US-Verwicklung in einen jahrelangen Krieg im Nahen Osten.

US-Vizepräsident Vance befürchtet keine US-Verwicklung in einen jahrelangen Krieg im Nahen Osten.

(Foto: Kevin Lamarque/POOL REUTERS/dpa)

US-Präsident Trump hat dem Iran mit militärischen Maßnahmen gedroht. (Archivbild)

US-Präsident Trump hat dem Iran mit militärischen Maßnahmen gedroht. (Archivbild)

(Foto: Kenny Holston/Pool The New York Times/AP/dpa)