Ministerium duldet möglichen Transport des Buckelwals
Panorama
Eine private Initiative will den Buckelwal bis zur Nordsee oder gar bis in den Atlantik bringen. Das Ministerium duldet ein neues Konzept der Gruppe.
Minister Backhaus sagte, das Konzept der Initiative werde geduldet. (Archivbild)
(Foto: Marcus Golejewski/dpa)
Von dpa
Kirchdorf - Der gestrandete Buckelwal vor der Ostsee-Insel Poel darf auf einen Lastkahn bugsiert und transportiert werden. Das neue Konzept der privaten Initiative, die den Wal ins offene Meer bringen möchte, werde geduldet, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) im Hafen von Kirchdorf.
Das Konzept sieht vor, den zwölf Tonnen schweren Meeressäuger von seinem Platz im flachen Wasser durch eine eigens gegrabene, mehr als 100 Meter lange Rinne zu einem großen, absenkbaren Lastkahn zu bewegen. Durch eine geöffnete Klappe am Heck soll das Tier in den mit Wasser gefüllten Kahn schwimmen oder bugsiert werden.
Die an der Aktion beteiligte Kleintierärztin Kirsten Tönnies sagte, die Initiative gehe davon aus, dass der Transport des Wals mit dem Lastkahn zwischen Dienstag und Mittwoch starten könne. Derzeit befindet sich die sogenannte Barge noch nicht vor Poel. Backhaus sagte, es solle am Abend bekanntgegeben werden, wann sie ankommen werde.
Es handle sich um einen vier bis sechs Jahre alten Walbullen, stehe inzwischen fest, sagte Backhaus auch. Nach Eindruck der beteiligten Kleintierärztinnen sei er transportfähig.
Der Wal soll nicht noch tiefer in den Flachwasser-Bereich schwimmen.
(Foto: Bernd Wüstneck/dpa)
Der Buckelwal liegt weiter in einer Mulde im Flachwasser vor der Insel Poel.
(Foto: Bernd Wüstneck/dpa)