Schützt Knoblauch vor Vampiren?

Panorama

Clowns sind vielen Menschen nicht ganz geheuer. Zombies gehen so komisch. Und gegen Vampire hilft angeblich Knoblauch. Stimmt das? Forscher haben genau hingeschaut. Ein nicht ernst gemeinter Faktencheck.

Verhalten sich Vampire also eher wie Blutegel und werden von Knoblauch sogar angezogen? Oder ist ihnen die Knolle eigentlich egal –  wie den Mücken? Wir können die Frage bei der nächsten „Tanz der Vampire“-Aufführung ja mal auf die Bühne rufen.

Verhalten sich Vampire also eher wie Blutegel und werden von Knoblauch sogar angezogen? Oder ist ihnen die Knolle eigentlich egal – wie den Mücken? Wir können die Frage bei der nächsten „Tanz der Vampire“-Aufführung ja mal auf die Bühne rufen.

Von Florian Gann

Berlin - An Halloween kriechen sie aus ihren Verstecken und sind auf der Straße unterwegs: Vampire, Zombies, Horrorclowns. Aber warum haben wir Angst vor manchen Menschen im Clown-Kostüm? Was ist mit den Untoten los, dass sie in einem steifen watschelnden Gang einer frischen Portion Blut hinterwandeln? Und entspricht der Mythos vom abschreckenden Knoblauch noch dem Stand der zeitgenössischen Vampir-Wissenschaften? Antworten gibt es in der Bildergalerie.

Knoblauch ist dafür bekannt, dass es das menschliche Blut gesünder und dünner macht. Er riecht aber auch ziemlich intensiv. Die Knolle kommt schon in Bram Stokers Dracula-Roman von 1897 als Schutz vor Vampiren vor.     Aber lassen sich Blutsauger davon wirklich abschrecken?

Knoblauch ist dafür bekannt, dass es das menschliche Blut gesünder und dünner macht. Er riecht aber auch ziemlich intensiv. Die Knolle kommt schon in Bram Stokers Dracula-Roman von 1897 als Schutz vor Vampiren vor. Aber lassen sich Blutsauger davon wirklich abschrecken?

Zwei norwegische Forscher haben das Verhalten von  Blutsaugern gegenüber Knoblauch untersucht. Das Ergebnis: Sie sind ihm gegenüber gar nicht abgeneigt.

Zwei norwegische Forscher haben das Verhalten von Blutsaugern gegenüber Knoblauch untersucht. Das Ergebnis: Sie sind ihm gegenüber gar nicht abgeneigt.

Mangels Vampiren untersuchten Hogne Sandvik und Anders Baerheim das Verhalten von Blutegeln. Die Tiere mussten sich zwischen einer mit Knoblauch beschmierten und einer sauberen Hand entscheiden. Zwei von drei Blutegeln saugten an der intensiv nach Knoblauch duftenden Hand fest. Das taten sie zudem drei Mal schneller, als an der sauberen Hand.

Mangels Vampiren untersuchten Hogne Sandvik und Anders Baerheim das Verhalten von Blutegeln. Die Tiere mussten sich zwischen einer mit Knoblauch beschmierten und einer sauberen Hand entscheiden. Zwei von drei Blutegeln saugten an der intensiv nach Knoblauch duftenden Hand fest. Das taten sie zudem drei Mal schneller, als an der sauberen Hand.

Bei der Blutsauger-Spezies der Mücken konnte die US-Moskito-Kontrollvereinigung bei Laborstudien dagegen überhaupt keinen Einfluss durch Knoblauch feststellen. Die Blutsauger wurden weder angelockt noch abgeschreckt.

Bei der Blutsauger-Spezies der Mücken konnte die US-Moskito-Kontrollvereinigung bei Laborstudien dagegen überhaupt keinen Einfluss durch Knoblauch feststellen. Die Blutsauger wurden weder angelockt noch abgeschreckt.

Clowns lassen sich zwar nicht mit Knoblauch bekämpfen, können  aber ziemlich unheimlich sein. Dazu müssen sie nicht einmal  so fies aussehen wie Pennywise aus Stephen Kings „Es“. Die krankhafte Furcht vor Clowns hat  einen  Namen: Coulrophobie. Aber warum gruseln uns Clowns?

Clowns lassen sich zwar nicht mit Knoblauch bekämpfen, können aber ziemlich unheimlich sein. Dazu müssen sie nicht einmal so fies aussehen wie Pennywise aus Stephen Kings „Es“. Die krankhafte Furcht vor Clowns hat einen Namen: Coulrophobie. Aber warum gruseln uns Clowns?

Die US-Psychologen Francis T. McAndrew und Sara S. Koehnke fanden 2015 heraus, dass viele Menschen ein mulmiges Gefühl haben, wenn das Verhalten des Gegenübers nicht eindeutig vorherzusagen ist und man Mimik und Gestik  nicht klar deuten kann.

Die US-Psychologen Francis T. McAndrew und Sara S. Koehnke fanden 2015 heraus, dass viele Menschen ein mulmiges Gefühl haben, wenn das Verhalten des Gegenübers nicht eindeutig vorherzusagen ist und man Mimik und Gestik nicht klar deuten kann.

Clowns haben auch eine positive Seite: Sie können etwa bei kranken Kindern positiv auf deren Genesung einwirken. Zumindest richtige Clowns – Batman-Gegenspieler Joker wird diese Wirkung eher nicht entfalten.

Clowns haben auch eine positive Seite: Sie können etwa bei kranken Kindern positiv auf deren Genesung einwirken. Zumindest richtige Clowns – Batman-Gegenspieler Joker wird diese Wirkung eher nicht entfalten.

Zombies würde man nicht zum Kindergeburtstag einladen. Wenn sie mit ihrem steifen Gang ihren potenziellen Opfern mit ausgestreckten Armen hinterherschwanken, kann man sie aber auch nicht so richtig ernst nehmen.  Haben wir uns bei dem Anblick nicht alle schon gefragt: Was ist eigentlich mit euch los? Zwei US-Forscher haben sich diese Frage auch gestellt.

Zombies würde man nicht zum Kindergeburtstag einladen. Wenn sie mit ihrem steifen Gang ihren potenziellen Opfern mit ausgestreckten Armen hinterherschwanken, kann man sie aber auch nicht so richtig ernst nehmen. Haben wir uns bei dem Anblick nicht alle schon gefragt: Was ist eigentlich mit euch los? Zwei US-Forscher haben sich diese Frage auch gestellt.

Weil Zombies, wenn man sie in Filmen wie „Dawn of the Dead“ studiert, zielgerichtet auf ihre Opfer zusteuern, gehen die Neurowissenschaftler Timothy Verstynen und Bradley Voytek davon aus, dass die für Bewegungsabläufe wichtige Großhirnrinde – der Motorcortex – weitgehend intakt ist.

Weil Zombies, wenn man sie in Filmen wie „Dawn of the Dead“ studiert, zielgerichtet auf ihre Opfer zusteuern, gehen die Neurowissenschaftler Timothy Verstynen und Bradley Voytek davon aus, dass die für Bewegungsabläufe wichtige Großhirnrinde – der Motorcortex – weitgehend intakt ist.

Aus dem schwerfälligen Gang schließen die Forscher, dass  die sogenannten Basalganglien  oder das Kleinhirn  bei Zombies nicht mehr richtig funktionieren. Das ist auch bei Parkinson-Patienten oder Ataxie-Kranken der Fall, bei denen der das Zusammenspiel von Bewegungsabläufen nicht mehr flüssig funktioniert.

Aus dem schwerfälligen Gang schließen die Forscher, dass die sogenannten Basalganglien oder das Kleinhirn bei Zombies nicht mehr richtig funktionieren. Das ist auch bei Parkinson-Patienten oder Ataxie-Kranken der Fall, bei denen der das Zusammenspiel von Bewegungsabläufen nicht mehr flüssig funktioniert.

Aber kein Hirnschaden mache so etwas wie einen Zombie möglich, sagt Hirnforscher Bradley Voytek. Schließlich steckt hinter jedem Zombie ein mehr oder weniger talentierter Schauspieler. Im Fall von diesem Bild der Musiker Iggy Pop, dessen Erscheinung auch im echten Leben manchmal etwas von einem Untoten hat.

Aber kein Hirnschaden mache so etwas wie einen Zombie möglich, sagt Hirnforscher Bradley Voytek. Schließlich steckt hinter jedem Zombie ein mehr oder weniger talentierter Schauspieler. Im Fall von diesem Bild der Musiker Iggy Pop, dessen Erscheinung auch im echten Leben manchmal etwas von einem Untoten hat.

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