„Ich war und bin von mir selbst geschockt“

Lokalsport

Nach seiner Tätlichkeit gegen einen Schiedsrichter im A-Liga-Spiel der SpVgg Zaisersweiher gegen die Sportfreunde Mühlacker sucht Tolga Öztürk keine Ausreden. Stattdessen macht er einen Schiedsrichterkurs und leistet freiwillige Sozialstunden bei der Lebenshilfe.

In den nächsten Monaten wird Tolga Öztürk nicht auf dem Fußballplatz stehen. Er hofft aber, dass ihm eine lebenslange Sperre erspart bleibt.

In den nächsten Monaten wird Tolga Öztürk nicht auf dem Fußballplatz stehen. Er hofft aber, dass ihm eine lebenslange Sperre erspart bleibt.

Mühlacker. An die Sekunden davor und danach erinnert sich Tolga Öztürk kaum. „Ich weiß noch, dass ich auf den Schiedsrichter zugestürmt bin. Ich wollte mich beschweren, weil ich zum wiederholten Mal gefoult worden bin“, sagt er. Dann sind dem 24-jährigen Fußballer – vielleicht angestachelt von der aggressiven Grundstimmung auf und neben dem Platz – die Sicherungen durchgebrannt. Er stieß den Unparteiischen von hinten um. Erst als der Schiedsrichter am Boden lag, realisierte Tolga Öztürk, „dass ich gerade etwas sehr Dummes gemacht habe“. In der Kabine seien ihm die Tränen gekommen – aus Wut und Enttäuschung über sein Verhalten. Heute, rund zwei Monate später sagt er: „Ich war und bin immer noch geschockt von mir selbst.“

Wir freuen uns, dass Sie sich für einen logo Artikel interessieren. Jetzt registrieren und weiterlesen.

  • Alle Webseiteninhalte
  • Inklusive aller logo Artikel
  • Jederzeit kündbar

Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen