Vom Schelmengrüble zur Schillerhöhe

Kultur

Unterirdischer Himmel, Schatzhaus des Geistes, schwäbisches Pantheon – wie wurde das Deutsche Literaturarchiv in Marbach zu dem, was es ist? Der Historiker Jan Eike Dunkhase verwandelt in seinem Buch „Die Provinz der Moderne“ die Chronik einer Institution in eine spannende Ideengeschichte.

Intellektuelles Lustschloss im Solitude-Stil: Architektonisch huldigt das Schiller-Nationalmuseum dem Ancien Régime.

Intellektuelles Lustschloss im Solitude-Stil: Architektonisch huldigt das Schiller-Nationalmuseum dem Ancien Régime.

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Stuttgart - Magische Vergegenwärtigung umschrieb für Goethe der Sinn des Handschriftensammelns, die Macht, die Geister der Entfernten und Abgeschiedenen wieder hervorzurufen und um sich zu versammeln. Als Kultstätte für diese Form der Magie hat sich inzwischen das Deutsche Literaturarchiv in Marbach herausgebildet. Was nicht mit Goethe, sondern mit dem anderen Teil des Weimarer Dioskuren-Paars zusammenhängt. Friedrich Schiller wurde in der schwäbischen Kleinstadt geboren. Doch wie aus dem Schelmengrüble, einem verrufenen Ort oberhalb des Neckars, wo in alten Zeiten räuberisches Gesindel sein Unwesen getrieben haben soll, die Schillerhöhe wurde, ein Ort, der heute ein Schatzhaus des Geistes beherbergt, ist eine Geschichte von eigenem Zauber.

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