Ukrainischer Familie wird Schutzstatus verwehrt – wegen Ägyptenurlaubs

Baden-Württemberg

Einer ukrainischen Flüchtlingsfamilie wird der Schutzstatus verwehrt, weil sie während des russischen Angriffs auf ihre Heimat Urlaub gemacht hat - und deshalb aus einem Drittland außerhalb der EU eingereist ist.

Die sogenannte EU-Massenzustromrichtlinie bietet ukrainischen Flüchtlingen seit Anfang März eigentlich schnellen Zugang zu verschiedenen Bereichen des Lebens im Aufnahmeland.

Die sogenannte EU-Massenzustromrichtlinie bietet ukrainischen Flüchtlingen seit Anfang März eigentlich schnellen Zugang zu verschiedenen Bereichen des Lebens im Aufnahmeland.

(Foto: Foto: dpa/Victoria Jones)

Der baden-württembergische Flüchtlingsrat kritisierte in einer Mitteilung vom Mittwoch, dass die Ausländerbehörde des Landkreises Karlsruhe einer ukrainischen Flüchtlingsfamilie jegliche Sozialleistungen verweigere, weil diese zum Zeitpunkt von Russlands Invasion zufällig im Urlaub in Ägypten war. Die Familie aus der Stadt Charkiw in der Ostukraine müsse nun Asylanträge stellen - obwohl die politisch Verantwortlichen von Bund und Ländern beteuerten, dass Menschen aus der Ukraine keine Asylanträge in Deutschland stellen müssen.

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