Grünen-Chefin hält Baden-Württembergs Grundschulpläne für richtig

Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg sollen Grundschulen vorsichtig geöffnet werden, der Tag der Öffnung soll am Mittwoch verkündet werden. Grünen-Chefin Annalena Baerbock befürwortet den baden-württembergischen Kurs.

Winfried Kretschmann geht davon aus, dass Kitas und Grundschulen im Südwesten vom kommenden Montag an schrittweise wieder öffnen können (Symbolbild).

Winfried Kretschmann geht davon aus, dass Kitas und Grundschulen im Südwesten vom kommenden Montag an schrittweise wieder öffnen können (Symbolbild).

(Foto: Foto: dpa/Sebastian Gollnow)

Von red/dpa

Berlin - Grünen-Chefin Annalena Baerbock befürwortet die Pläne für eine vorsichtige Öffnung von Grundschulen in Baden-Württemberg. Es sei richtig, sich jetzt auf die Jüngsten zu fokussieren, sagte Baerbock am Mittwoch in Berlin. Das sei auch der Vorschlag ihres Parteikollegen, des baden-württembergischen Ministerpräsidenten, Winfried Kretschmann. Der 72-Jährige geht davon aus, dass Kitas und Grundschulen im Südwesten vom kommenden Montag an schrittweise wieder öffnen können. Eine Entscheidung soll an diesem Mittwoch getroffen werden.

In einem am Mittwoch veröffentlichten Positionspapier forderte Baerbock begleitende Maßnahmen bei Schulöffnungen: „Corona-Schnelltests zur Selbstanwendung (die es mittlerweile auch als Spucktests gibt), müssen vom Bundesgesundheitsminister unverzüglich zugelassen werden, so dass diese mit der schrittweisen Öffnung der Schulen dort regelmäßig eingesetzt werden können.“ Außerdem müssten genügend FFP2-Masken für Lehrkräfte zur Verfügung stehen. „Natürlich kostet das Geld, (...) aber es können nicht alle sagen, Schulen haben Priorität, aber bei den Voraussetzungen fallen sie dann jedes mal hinten runter“, sagte Baerbock.

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Sie schlug zudem einen „Bildungsschutzschirm“ und einen bundesweiten Anspruch auf Corona-Förderung bei Lernrückständen vor. Jedes einzelne Kind müsse erreicht werden - auch diejenigen, die zu Hause nach wie vor keinen digitalen Zugang hätten, deren Eltern beim Homeschooling nicht helfen könnten oder die daran scheiterten, ihre Kinder für die Notbetreuung anzumelden. „Die Konsequenzen sind für diese Kinder fatal“, schrieb Baerbock in einem Positionspapier. Grundschüler vergäßen das komplette Alphabet oder das Einmaleins, anderen breche die Tagesstruktur weg oder das Schulessen fehle.

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