40-Jähriger wegen Mordverdachts festgenommen – Zeugen gesucht
Baden-Württemberg
Ende Februar wird die Leiche eines 41-Jährigen in einem Auto in Neuenbürg gefunden. Ermittlungen führen die Polizei zu einem Tatverdächtigen. Am Mittwoch klicken die Handschellen.
Die Leiche des 41-Jährigen wurde Ende Februar in einem Auto in Neuenbürg entdeckt.
(Foto: Lucas Röhr/Pforzheimer Zeitung/)
Von Matthias Kapaun
Im Fall des Ende Februar in Neuenbürg im Enzkreis getöteten 41-Jährigen hat die Pforzheimer Polizei am Mittwoch einen 40 Jahre alten Mann festgenommen, der in dringendem Tatverdacht steht, den 41-Jährigen getötet zu haben. Außerdem wurden mehrere Objekte durchsucht. Die Polizei sucht weiterhin nach Zeugen.
Wie die Beamten bereits berichtet hatten, wurde das 41 Jahre alte Opfer aus dem Enzkreis am Morgen des 25. Februar in einem geparkten Auto in Neuenbürg leblos aufgefunden. Für die Polizei war schnell klar, dass die Gesamtumstände auf ein Tötungsdelikt hindeuten. Die Sonderkommission „Motor“ begann mit den Ermittlungen und ging in den vergangenen Wochen Hunderten Spuren nach.
Am Morgen des 1. April vollstreckten die Ermittler mehrere Durchsuchungsbeschlüsse sowie einen Haftbefehl. Die Beamten durchsuchten sechs Wohn- und Geschäftsgebäude in Neuenbürg und eines in Pforzheim. Dabei wurden Beweismittel sichergestellt und Spuren gesichert, die nun ausgewertet und kriminaltechnisch untersucht werden.
Im Einsatz waren mehrere Dutzend Beamte des Polizeipräsidiums Pforzheim sowie Spezialkräfte des Polizeipräsidiums Einsatz.
Kriminalpolizei bittet um Zeugenhinweise
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Karlsruhe erließ das Amtsgericht in Pforzheim einen Haftbefehl wegen Mordes gegen den 40-jährigen Tatverdächtigen. Die Festnahme des Mannes erfolgte ebenfalls in den Morgenstunden durch Kräfte des Polizeipräsidium in Neuenbürg. Noch am selben Tag schickte der Haftrichter den Tatverdächtigen in ein Gefängnis.
Die Ermittlungen, insbesondere zum Tatmotiv und dem konkreten Tatgeschehen dauern an. Zwischen dem Geschädigten und dem Tatverdächtigen bestand laut Polizei eine Vorbeziehung. Weitere Informationen zu den Hintergründen kann die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht geben.
Die Polizei weist darauf hin, dass Zeugen der Sonderkommission „Motor“ weiterhin anonym Hinweise zukommen lassen können. Das Hinweisportal kann direkt unter dem Link https://www.bkms-system.net/bw-soko-motor aufgerufen werden. Neben Text können auch Video-, Bild- oder Audiodateien hochgeladen werden. Zeugen können sich außerdem unter der Rufnummer 07231/186 4444 oder der E-Mailadresse pforzheim.pp@polizei.bwl.de melden.